Bei der Allergenvermeidung, der sogenannten Allergenkarenz, wird versucht jeglichen Kontakt mit dem symptomauslösenden Allergen zu vermieden. Dies kann jedoch erst nach eindeutiger Identifizierung des Allergens erfolgen.
So nützlich und empfehlenswert die Allergenkarenz auch sein mag, ist sie oftmals sehr schwierig umzusetzen. Die sorgfältige Kontrolle der Raumluft, vor allem in den eigenen vier Wänden, reduziert die Allergenbelastung.
Allergien gegen Nahrungsmittel und Medikamente
Man sollte selbstverständlich den Konsum aller allergieauslösenden Substanzen vermeiden. Allerdings muss man sehr sorgfältig vorgehen, um „versteckte“ Allergene in Lebensmitteln oder Medikamenten zu erkennen.
Kontaktallergien
Bei Kontaktallergien basiert die Allergenvermeidung oder Allergenkarenz auf der Vermeidung jeglichen Kontakts mit dem fraglichen Allergen.
Hausstaubmilbenallergien
Zur Meidung von Hausstaubmilben bzw. deren Ausscheidungen, die die Allergiesymptome hervorrufen, muss der Innenraum der Wohnung bzw. des Hauses umgestaltet werden. Milben finden sich vor allem in Betten, da dort hervorragende Lebensbedingungen für die mikroskopisch kleinen Organismen vorhanden sind (Wärme, Feuchtigkeit und Hautschuppen, die den Milben als Nahrung dienen).
Zur Bekämpfung von Hausstaubmilben sollte man die Temperatur im Schlafzimmer auf höchstens 18-19 °C regulieren und wenigstens 30 Minuten täglich lüften, vor allem wenn es im Raum warm und feucht ist.
Pollenallergien
Die Allergenvermeidung von Pollen ist am schwierigsten, da die Pollenkörner so klein sind, dass sie mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind und vom Wind über weite Strecken getragen werden.
Allerdings können einige Maßnahmen ergriffen werden, um die Pollenbelastung zu verringern:
Tierhaarallergien (Fell, Schuppen)
Vermeiden Sie den Kontakt zu den Haustieren und den Orten, an denen diese viel Zeit verbringen. Manchmal muss man auch in Betracht ziehen, selbst wenn es einzelnen Familienmitgliedern sehr schwer fällt, sich vom Haustier zu trennen.
Achtung
Auch wenn diese vorbeugenden Maßnahmen gute Resultate liefern können, ist es nicht möglich, eine Allergenquelle vollständig zu beseitigen. Des Weiteren können diese Maßnahmen nicht mit gleicher Wirksamkeit bei allen Allergenen angewandt werden.