Die allergische Rhinitis unterteilt man zwischen der saisonalen und ganzjährigen Verlaufsform. Eine saisonale Rhinitis - auch bekannt als Heuschnupfen - kommt vorwiegend in den Frühlings-, Sommer- und zum Teil in den Herbstmonaten vor. Bei der ganzjährigen (perennialen) Rhinitis treten die Symptome ganzjährig auf, wie zum Beispiel bei einer Allergie gegen Hausstaubmilben.
Die WHO (World Health Organization) stuft allergische Erkrankungen als die weltweit viert häufigste chronische Erkrankung ein1. Atemwegsallergien, die durch Substanzen (Allergene) in der Luft ausgelöst werden, haben sich in den letzten 20 Jahren (1986 – 2006) verdoppelt2.
Angesichts dieser Entwicklung haben sich Prävention und Behandlung von Atemwegsallergien zu einer bedeutenden Herausforderung der öffentlichen Gesundheit entwickelt, denn:
Im Jahr 2008 hat die ARIA (Allergic Rhinitis and its Impact on Asthma) eine neue Klassifizierung der Allergischen Rhinits erarbeitet. Diese charakterisiert die Rhinits und ihren Einfluss auf die Lebensqualität gemäß der Krankheitsdauer (intermittierend oder persistierend) und der Schwere der Symptome.
Ob intermittierend oder persistent, eine allergische Rhinitis kennzeichnet sich darüber hinaus durch ihre Resistenz gegen eine symptomatische Behandlung aus. Eine Diagnose ermöglicht es den Schweregrad der Krankheit zu bestimmen und auf dieser Basis eine geeignete Behandlungsstrategie zu wählen.
1 Vervloet D.et al.: Consensus et perspectives de l'immunothérapie spécifique dans les maladies allergiques. La Lettre (Supplement to the Revue Française d'Allergologie et d'Immunologie Clinique) 1997; 37 (2): 4-5.
2 Demoly P. Les allergies. Arnaud Franel Éditions, 2001.
3 Bauchau. et al.: Epidemiological characterization of the intermittent and persistent types of allergic rhinitis. Allergy 2005: 60: 350-353.
4 Bousquet J. et al.: Allergic Rhinitis and its Impact on Asthma (ARIA).Allergy 2008: 63 (Suppl. 86): 8–160.
5 White P. et al.: Symptom control in patients with hay fever in UK general practice: how well are we doing and is there a need for allergen immunotherapy? Clinical and Experimental Allergy. 1998: 28: 266-270.