Atemwegssymptome

Allergische Rhinitis

Die allergische Rhinitis ist eine Entzündung der Nasenschleimhaut. Sie äußert sich als verstopfte Nase, wässriger Ausfluss aus der Nase (die Nase läuft), Juckreiz in Nase und/oder Rachen und salvenartige Niesanfälle. Auch die Augen können gereizt sein (allergische Rhinokonjunktivitis).

Wenn diese Symptome nur zeitweilig zu bestimmten Jahreszeiten auftreten, spricht man von saisonaler Rhinitis. Diese Form ist meist auf eine Allergie gegen Pollen oder Schimmelpilzsporen zurückzuführen. Eine ganzjährig bestehende Rhinitis wird als perenniale Rhinitis bezeichnet. Sie ist Ausdruck einer Sensibilisierung gegen einen oder mehrere allergieauslösende Substanzen, die ständig in der Umwelt vorkommen (z.B. Milben, Tierhaare, Schimmelpilze).

Auch wenn sie gewöhnlich nicht schwer ist, führt die allergische Rhinitis doch zu einer Beeinträchtigung der Lebensqualität (ständige Beschwerden im Alltag, zu Hause und bei der Arbeit), einer Verschlechterung der Schulleistungen bei Kindern und einer Abnahme der beruflichen Leistungsfähigkeit bei Erwachsenen.

 

Allergisches Asthma

Beim allergischen Asthma kommt es zu starken Atembeschwerden, pfeifender Atmung und Husten (oft nachts). Diese Symptome sind Folge einer Entzündung der Bronchien, die zu einer Kontraktion der Muskeln führt, welche die Öffnung der Bronchien steuern. Dadurch wird die Luftpassage erschwert, die Ausatmung ist gestört und beim Atmen tritt ein pfeifendes Geräusch auf. Zusätzlich zu diesen Symptomen kommt es zu einer übermäßigen Schleimsekretion (daher der Husten) und einem Ödem.

Asthmaanfälle können von bloßer Kurzatmigkeit bis zu einer schweren Ateminsuffizienz reichen, die eine Klinikaufnahme erfordert. Bei Kindern kann Asthma die Entwicklung des Brustraumes beeinträchtigen und sich negativ auf das Familienleben und die Schulkarriere auswirken.

» Asthma und allergische Rhinitis hängen zusammen
Jemand, der an allergischer Rhinitis leidet, neigt rund 3-mal häufiger zur Entwicklung von Asthma als ein Nichtallergiker.
In einigen Studien wurde das gleichzeitige Auftreten dieser beiden Erkrankungen nachgewiesen. Obwohl es Unterschiede gibt, sind Rhinitis und Asthma Ausdruck eines gemeinsamen Entzündungsprozesses, der die oberen und unteren Atemwege betrifft. Die richtige Behandlung der allergischen Rhinitis kann daher die Entwicklung von Asthma den so genannten Etagenwechsel der Allergie verhindern.