Vermeidung

Selbstverständlich muss zunächst das für die Symptome verantwortliche Allergen eindeutig identifiziert werden. Dann sollte dieses, soweit wie möglich, vermieden werden, was leider sehr viele Einschränkungen mit sich bringt.

Vor allem durch eine Sanierung des häuslichen Umfelds lässt sich die Allergenexposition häufig verringern. Darüber hinaus können einfache Maßnahmen oder Verhaltensregeln helfen, die Allergenbelastung zu reduzieren.

 

 

Maßnahmen zur Allergenvermeidung bei den einzelnen Allergietypen


  • Pollenallergien

Pollen sind die am schwersten zu vermeidenden Allergene, weil man die Natur nicht aussperren kann. Die Pollenkörner sind so klein, dass sie unsichtbar sind und vom Wind umher getragen werden Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich die Pollenexposition jedoch verringern:

- vermeiden Sie in der Pollensaison (Frühjahr, Sommer) Picknicks und Spaziergänge

- lüften Sie in der Pollensaison nicht am Morgen, sondern besser Abends, denn die Zeit der höchste Pollenbelastung ist zwischen 6-8 Uhr, zwischen 18-24 Uhr fliegen am wenigsten Pollen

- waschen Sie sich nach einem Spaziergang im Freien die Haare und ziehen Sie sich um

- gerade in den Haaren sammeln sich im Laufe des Tages viele Pollen an, durch abendliche Haare bürsten oder waschen, bringen Sie weniger Pollen mit in Ihr Bett und haben größere Chancen auf eine ungestörte Bettruhe

- vermeiden Sie es, den Rasen zu mähen oder dabei zu sein wenn der Rasen gemäht wird

- beim Autofahren sollten die Fenster möglichst geschlossen bleiben und eine Lüftung mit Pollenfilter verringert die Pollenbelastung deutlich

- wenn es eine Klimaanlage gibt, schalten Sie diese in der Pollensaison lieber ein anstatt die Fenster weit zu öffnen

 

» Wie können Sie erfahren, wann die Pollensaison ist?
Sie können im Pollenflugkalender Ihrer Region nachschauen, um zu erfahren, in welchen Monaten die Pollen, die Ihre Allergie auslösen, vor allem vorhanden sind. Allgemeine Informationen über Pollenflug finden Sie auch auf der Seite des Deutschen Polleninformationsdienst (http://www.pollenstiftung.de).

  • Tierallergien, d.h. Allergien gegen Tierhaare oder -hautschuppen etc.

Vermeiden Sie Kontakt mit Haustieren und mit den Plätzen, an denen diese sich gewöhnlich aufhalten (Zwinger usw.). Manchmal muss überlegt werden, ob das Haustier weggegeben werden sollte, auch wenn diese Entscheidung schwer fällt.

  • Nahrungs- und Arzneimittelallergien

Der Verzehr bzw. die Einnahme einer Substanz, gegen die jemand allergisch ist, muss natürlich vermieden werden. Allerdings erfordert es sehr viel Aufmerksamkeit, um die in einem Nahrungsmittel oder einem Arzneimittel "versteckten" Allergene zu erkennen.

  • Kontaktallergien

Bei solchen Allergien muss jeder Hautkontakt mit dem verantwortlichen Allergen vermieden werden.

  • Milbenallergien

Die Wohnung (und vor allem das Schlafzimmer) muss so eingerichtet werden, dass die Zahl dieser mikroskopisch kleinen Tiere und ihrer Kotpartikel (die für die allergischen Erscheinungen verantwortlich sind) verringert wird. Hausstaubmilben halten sich besonders gerne in der Bettwäsche auf, die ihnen optimale Bedingungen für ihre Entwicklung bietet (Wärme, Feuchtigkeit und vor allem Nahrung, die aus unseren Hautschuppen besteht).

Im Kampf gegen Hausstaubmilben helfen folgende Tipps:

- verringern Sie die Schlafzimmertemperatur (maximal 18-19°C) und lüften Sie regelmäßig (jeden Tag mindestens 30 Minuten, auch wenn es draußen kalt ist), vor allem wenn es im Zimmer warm und feucht ist

- verringern Sie die Luftfeuchtigkeit in den Räumen

- entfernen Sie nicht bei 60°C waschbare Textilien (z.B. Plüsch, Polster) und "Staubnester" (z.B. Vorhänge, Teppiche)

- stauben Sie die Möbel häufig ab und saugen Sie häufig Staub

- verwenden Sie milbendichte Bettbezüge von medizinischer Qualität für Matratzen, Kopfkissen, Bettdecken und Nackenrollen. Diese Bezüge bilden eine wirksame Barriere und verhindern jeden Kontakt mit den Milben

- vermeiden Sie Staubfänger (dazu gehören auch Bettdecken mit Federfüllung)

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