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13.03.09

Saisonal statt ganzjährig therapieren!

 

Wirksame und wirtschaftliche Pollen-SIT mit Staloral300®

Saisonale Therapieschemata in der spezifischen Immuntherapie sind nicht nur patientenfreundlich, sie unterstützen auch die wirtschaftliche Verordnung. Im Vergleich zur perennialen Therapie können so pro Behandlungsjahr zwei Drittel der Therapiekosten eingespart werden. – Dass eine saisonale SIT auch wirksam und sicher ist, zeigen jetzt die Ergebnisse einer aktuellen Metaanalyse: Sowohl bei der saisonalen also auch bei der perennialen SIT nahmen Schweregrad und Häufigkeit allergischer Symptome unter Staloral300® deutlich ab.

Sobald die Pollen zahlreicher fliegen, steigt auch die Zahl der Pollenallergiker in den Praxen. Dann ist es allerdings zu spät für eine klassische ganzjährige (perenniale) Hyposensibilisierung, die in der Regel im Herbst beginnt. Um auch Kurzentschlossenen eine wirkungsvolle Therapie anbieten zu können, wurden saisonale Therapiekonzepte entwickelt. Jedoch fehlten bislang valide Daten zur Effektivität dieses Behandlungsschemas im Vergleich zum klassischen ganzjährigen Ansatz.

Daten aus drei Hochdosis-SIT-Studien
Diese Lücke schließt nun ein Metaanalyse, in der die individuellen Patientendaten aus drei prospektiven Beobachtungsstudien mit Hochdosis-Sublingualtropfen (Staloral300®, Stallergenes GmbH) bei saisonaler allergischer Rhinokonjunktivitis gepoolt wurden [1]. Die Datenerhebung im Hinblick auf Symptome und Medikation war in allen drei Studien identisch. Ziel der Analyse war es, die Ergebnisse der ganzjährigen mit jenen der saisonalen Therapie nach einem Jahr zu vergleichen. Außerdem erfolgte ein Vergleich der Outcomes verschiedener Tritationsschemata.

Ausgewertet wurden die Daten von insgesamt 1.052 Patienten. Das Durchschnittsalter der Studienteilnehmer lag bei 24,9 Jahren und die durchschnittliche Krankheitsdauer bei 5,6 Jahren. 41,9 Prozent der Teilnehmer litten zusätzlich an begleitendem Asthma. Mit 41,1 Prozent war ein Großteil der Studienteilnehmer polysensibilisert. Die Hälfte der Patienten erhielt entweder ein Allergenextrakt aus Birkenpollen oder eine Mischung aus drei Baumpollen. Die andere Hälfte eine 5-Gräser-Mischung bzw. eine Mischung aus Gräsern und Getreidepollen.

Rhinitis-Symptome deutlich reduziert
Schweregrad und Häufigkeit der allergischen Rhinitis-Symptome nahmen im Verlauf der drei Studien deutlich ab. Während ohne aktive Studienmedikation fast 60 Prozent der Patienten über schwere Heuschnupfensymptome klagten, lag dieser Anteil in den Behandlungszeiträumen nur noch bei etwa 5 Prozent. Ein ähnliches Ergebnis zeigte sich bei der Häufigkeit der Allergiesymptome. Berichteten in der vorangegangenen Saison noch nahezu 60 Prozent der Allergiker von häufigen Heuschnupfensymptomen, so lag dieser Anteil bei den mit Staloral300® Therapierten bei nur rund 18 Prozent. Noch deutlicher war der Effekt bei den Patienten, die über eine sehr hohe Symptomhäufigkeit klagten. Der Anteil dieser Patienten sank auf unter 5 Prozent. Die Symptome der Rhinokonjunktivitis verbesserten sich gleichermaßen bei saisonaler wie bei ganzjähriger Behandlung – der Unterschied war statistisch nicht signifikant (p=0,809). Die Begleittherapie mit Antihistaminika konnte um 48 Prozent - die mit Kortikoiden um 55 Prozent reduziert werden.

Nebenwirkungen während der Titrationsphase traten bei 24,2 Prozent der Patienten auf. In den allermeisten Fällen (89,4 Prozent) handelte es sich dabei um milde bis moderate Reaktionen wie z.B. Jucken oder Brennen im Mundraum. In der Erhaltungsphase berichteten 17,7 Prozent der Allergiker von unerwünschten Wirkungen, diese waren ebenfalls überwiegend leichter Art. Schwere Nebenwirkungen wurden in keiner der drei Anwendungsbeobachtungen gesehen.

Vorteilhaft zeigte sich die auf zwei Stunden verkürzte Titration im Vergleich zur Titration über elf Tage mit einer tendenziell stärkeren Verbesserung der Symptome (-2,18 vs. -1,44; p=0,09).

Fazit
Die vorliegende Metaanalyse bestätigt: Die SIT-Therapie erweist sich unter alltäglichen Praxisbedingungen als ebenso wirksam wie in kontrollierten klinischen Studien. In den drei Beobachtungsstudien, die in die Metaanalyse einbezogen wurden, erwies sich die saisonale Therapie als genauso effektiv wie die ganzjährige Behandlung. Dabei hat die saisonale SIT-Therapie klare Vorteile, denn sie kann die Effektivität der spezifischen Immuntherapie durch eine Verbesserung der Compliance unterstützen.

Quelle
[1] Sieber J, Köberlein J, Mösges R. Slit in daily medical practice – effectiveness of seasonal treatment schedules is comparable with the classical perennial approach Poster #1361, präsentiert anlässlich des XXVII Congress of the European Academy of Allergology and Clinical Immunology (EAACI), 7.-11. Juni 2008, Barcelona/Spanien

Herausgeber:
STALLERGENES GmbH
Carl-Friedrich-Gauß-Straße 50
47475 Kamp-Lintfort 

Kontakt:
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